Der Müngstener

Der Müngstener ist der Name der Regionalbahn, die tagtäglich im 20 Minuten Takt je Richtung über die Müngstener Brücke fährt. Der Müngstener verbindet Solingen mit Wuppertal über Remscheid auf insgesamt 41km Streckenlänge. Dabei steuert er 13 Bahnhöhe an, wovon fünf auf Wuppertal fallen, und je vier auf Remscheid und Solingen. Die jährliche Laufleistung des Müngsteners ist über 4 Millionen Kilometer, was in etwa 100 Erdumrundungen entspricht.

Triebfahrzeuge des Müngsteners

Zur Zeit wird der Müngstener von Diesel-Triebfahrzeugen der Baureihe 628.4 der Deutschen Bahn betrieben. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 übernimmt die niederländische Firma Abellio den Betrieb für den VRR voraussichtlich mit modernen Diesel-Triebfahrzeugen des Typs LINT 41. Über viele Jahrzehnte wurde der Müngstener, der zu der Zeit jedoch noch nicht diesen Beinamen trug, von einem Gespann aus V100 (211/212) sowie drei Silberlingen, wovon der letzte jeweils ein Umbauwagen war, betrieben.

2 Gedanken zu “Der Müngstener

  1. Egal welche Brücke kommt — Hauptsache, sie wird abgesichert!

    Wie viele Menschen springen von dieser Brücke pro Jahr in den Tod? Nur die Polizei zählt mit (wenn überhaupt) und dann wird solch ein Ereignis vor der Öffentlichkeit verheimlicht. Begründet wird die Nachrichtensperre mit dem „Werther-Effekt“, wonach durch Berichterstattung angeblich „Nachahmungstäter“ animiert werden.
    In Bern hat man fünf Brücken mit Suizid-Problematik gehabt und seit Herbst 2009 sind sie alle mit Netzen abgesichert. Seitdem ist niemand mehr herunter gesprungen und – ganz entgegen der Argumentation angeblicher Fachleute – haben die suizidalen keinen anderen Platz als Ausweichmöglichkeit gewählt! Auch in Bern hatte man mit dem dubiosen „Werther-Effekt“ argumentiert. Aber Schüler begannen, Öffentlichkeit herzustellen, zu demonstrieren, bis endlich die sture Obrigkeit handeln musste.
    Ich komme aus Rottweil und wir hatten sogar im Stadtzentrum (Hochbrücke) diese Problematik. Jährlich haben sich zwei bis drei Menschen dort getötet, seit Kriegsende also ca. 120 Menschen! Weil man dies vor den Bürgern verheimlicht hat! Zusammen mit einem aufgeschlossenen Stadtratsmitglied habe ich mich engagiert und seit dem 22. November 2010 ist die Brücke abgesichert – und das trotz einem leerem Stadtsäckel!
    Warum ich das schreibe, wo ich doch im fernen Rottweil lebe? Weil mich soeben eine traurige Mutter angeschrieben hat. Ihr Sohn ist von der Müngstener Brücke gesprungen. Sie hat von meinen Aktivitäten gelesen und bat um Tipps, was sie unternehmen könnte, damit die Müngstener Brücke abgesichert wird. Ich schreibe aus Mitgefühl für diese Mutter und weil ich sie damit unterstützen will:
    Suizide dürfen nicht länger vor der Öffentlichkeit verschwiegen werden! Das Tabu des „Werther-Effekt“ dient nur der Image-Pflege der Lokalpatrioten und dem Nichtstun der Verantwortlichen. Öffentlichkeit schützt vor Verantwortungslosigkeit der Obrigkeit!
    Herzliche Grüße
    Clemens M. Hürten, gesSso, Rottweil

  2. Recht hast Du !!!
    Vor kurzem hat sich unser lieber Kollege Peter H. (29) von dieser Brücke gestürzt.

    Schön dass zu lesen, dass es Möglichkeiten gibt eine Brücke abzusichern.
    Um so trauriger dass hier nichts unternommen wird.
    Wie viele Menschen hat die Müngstener Brücke schon das Leben gekostet.
    Ich erinnere mich an meine Jugendzeit, als das „Exit“ hier noch stand.
    Auch damals hörte man regelmäßig von Menschen denen die Brücke das Leben nahm.

    Da wird einem schon komisch bei der letzten News dieser Seite „Müngstener Brücke gerettet“.

    GERADE BEIM DURCHSUCHEN DER LINKS LESE ICH:
    vom 09.06.12
    „Nach den Sommerferien 2012, erklärte Michael Käufer am Rande, plane man zusätzlich ein erstes Arbeitsgespräch mit Experten zu Maßnahmen wie den Einsatz von Netzen oder Gittern gegen Sprünge in den Tod von der Müngstener Brücke.“ !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    http://www.solinger-tageblatt.de/Home/Solingen/Chance-fuer-Dampf–und-Gueterzuege-85008fd7-e69a-476e-9c78-aa28dc38fabb-ds

    Warum habt Ihr Euch soviel Zeit gelassen :-(
    Ich hoffe Ihr beeilt Euch.
    Vielleicht war Peter das letzte Opfer der Brücke…

    Herzlichen Dank an alle Die sich dafür einsetzen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *