Der Goldene Niet

Der Goldene Niet

Die Legende um den Goldenen Niet der Müngstener Brücke ist wohl so alt wie die Müngstener Brücke selbst. 934.456 Niete sind in der Brücke geschlagen worden, um die einzelnen Stahlprofile zusammenzuhalten. Und einer davon, der soll der Legende nach aus purem Gold bestehen.

Das Problem: Die nahezu eine Millionen Niete, die in der Müngstener Brücke verbaut sind, lassen sich nicht so einfach nacheinander inspizieren. Und doch gab es immer wieder todesmutige Schatzsucher, die alle Gefahren auf sich nahmen, auf der Suche nach dem Goldenen Niet. Doch gefunden haben die Schatzsucher höchstens den Tod.

Es existiert eine Gedenktafel, die Adolf von Berg in seinem Buch „Die Thalbrücke bei Müngsten“ präsentiert, auf der von einem Bronze Niet mit goldenem Kopf die Rede ist, die anlässlich der Hundertjahrfeier Kaiser Wilhelms I am 22. März 1987 in den Brückenbogen geschlagen worden sein soll.

Doch auch den Inspekteuren und Sanierungstrupps der Müngstener Brücke ist kein Goldener Niet bisher untergekommen, oder der glückliche Finder schweigt über seinen Fund. Mittlerweile ist die Brücke zudem unzählige Male überstrichen worden, und so ist es äußert fraglich, dass der Goldene Niet überhaupt sichtbar wäre.

Im August 2011 dann machte sich eine Delegation von Denkmalschützern aus Remscheid und Solingen mit einem Mitarbeiter der Bergischen Entwicklungsagentur hoch³ auf nach Augsburg, um im Rahmen der Bewerbung für die Müngstener Brücke als UNESCO Weltkulturerbe das dortige Archiv MANs zu durchforsten. Per Zufall fand man dort ein historisches Schriftstück, auf dem eine handschriftliche Abschrift eines Interviews mit einem ehemaligen Mitarbeiter geschrieben ist. Diese namentlich unbekannte Person behauptete den Goldenen Niet geschlagen zu haben. Das Interview geführt hatte ein Herr Petermann. Die Legende um den Goldenen Niet erhält somit eine neue schwer durchsichtige Facette.

So bleibt die Legende um den Goldenen Niet bis heute ungelöst.

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